Angebote für Barrierefreiheitsarbeit reichen von null bis in den sechsstelligen Bereich für das, was nach demselben Satz klingt. Die Spanne ist echt, und sie kommt daher, dass unter einem Wort vier verschiedene Produkte verkauft werden.
Hier steht, was jedes davon ist, was es ungefähr kostet und woran Sie erkennen, welches Sie brauchen — und das ist meist nicht das teuerste.
Die vier Dinge, die alle „Audit“ heißen
Die Preise unten sind übliche europäische Marktpreise für 2026 bei einer mittelgroßen Website. Nehmen Sie sie als Spannen, nicht als Angebote.
- —Automatischer Scan — 0 bis etwa 150 € im Monat. Deckt rund ein Drittel der WCAG ab, fortlaufend, über alle Seiten. Findet Kontrast, fehlende Namen, Strukturfehler.
- —Manuelles Expert-Audit — 3.000 bis 15.000 € einmalig. Eine Fachperson geht eine Auswahl von Templates gegen jedes Kriterium durch, Tastatur und Screenreader inklusive. Ergebnis ist ein Befundbericht.
- —Audit mit behinderten Nutzenden — 8.000 bis 30.000 €. Das Obige plus Sitzungen mit Menschen, die assistive Technik tatsächlich benutzen. Findet Nutzungsprobleme, die eine Konformitätsprüfung nicht findet.
- —VPAT / Accessibility Conformance Report — 4.000 bis 20.000 €. Ein förmliches Dokument in einem festen Format, meist von Beschaffungsstellen in Konzernen oder Behörden verlangt.
Welches Sie brauchen
Die ehrliche Antwort für die meisten Mittelständler und Agenturen: mit dem billigsten anfangen — denn das entfernt genau das Rauschen, dessen Zählung Sie beim teuren sonst bezahlen.
- tunNoch nichts vorhanden → automatisches Scannen. Es findet den Großteil der einzelnen Fehlschläge in einer Minute und kostet weniger als eine Beratungsstunde.
- tunEine Konformitätsfrist oder eine Beschwerde → manuelles Expert-Audit, aber lassen Sie vorher automatisch prüfen, damit Sie für Urteilsvermögen zahlen und nicht fürs Zählen von Kontrastfehlern.
- tunVerkauf an Konzerne oder Behörden → ein VPAT, weil die Beschaffung genau dieses Dokument beim Namen verlangt.
- tunEin Produkt, bei dem Barrierefreiheit zum Kern des Werts gehört → Nutzertests. Nichts anderes sagt Ihnen, ob die Sache tatsächlich benutzbar ist.
Die Kosten, die niemand anbietet
Ein Audit erzeugt eine Liste. Die Liste abzuarbeiten ist der teure Teil, und er liegt meist beim Zwei- bis Fünffachen des Audit-Honorars — je nachdem, wie viel davon Template-Arbeit ist und wie viel Inhaltsarbeit.
Das ist das stärkste Argument für fortlaufendes Testen: Einen Kontrastfehler in dem Sprint zu beheben, der ihn eingeführt hat, dauert Minuten. Ihn achtzehn Monate später zu beheben, nachdem er sich über vierhundert Seiten und ein Designsystem verbreitet hat, dauert Tage.
Fragen an einen Anbieter
Die Antworten trennen ein echtes Audit von einem Scan-Bericht mit Logo.
- —Wie viele Seiten oder Templates, und nach welchem Kriterium ausgewählt? Eine Auswahl von fünf Templates ist üblich; „die ganze Website“ heißt meist: ein Crawl.
- —Welcher Anteil ist manuell? Ist die Antwort vage, ist es ein Scan.
- —Welche assistiven Technologien, auf welchen Plattformen? NVDA unter Windows und VoiceOver unter macOS und iOS sind ein vernünftiges Minimum.
- —Ist ein erneuter Test nach den Korrekturen enthalten? Oft nicht — und das ist eine zweite Rechnung.
- —Was bekommen wir: eine Befundliste oder einen Behebungsplan mit Code?
Fragen
- Was kostet ein WCAG-Audit?
- Ein manuelles Expert-Audit einer mittelgroßen Website liegt in Europa typischerweise bei 3.000 bis 15.000 €. Automatisches Monitoring kostet 0 bis 150 € im Monat und deckt einen anderen, kleineren, dafür fortlaufenden Teil des Problems ab.
- Reicht ein kostenloser Barrierefreiheits-Checker?
- Um die häufigsten Fehlschläge zu finden: ja — die automatischen Engines sind dieselbe Engine, ob kostenlos oder bezahlt. Was bezahltes Monitoring hinzufügt, sind der Zeitplan, der Vergleich mit dem letzten Mal, der Verlauf und der Bericht. Eine einmalige kostenlose Prüfung sagt Ihnen etwas über heute.
- Brauchen wir ein Audit, wenn wir schon automatisch testen?
- Vor einer Konformitätsfrist oder einem Vergabeverfahren: ja — automatische Tests decken rund zwei Drittel der Kriterien nicht ab. Für die laufende Pflege zwischen den Audits ist automatisches Monitoring das, was das Auditergebnis vor dem Verfall bewahrt.
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